16th - Mai - 2016

TCPA – Was Sie alles zu A2P SMS wissen müssen

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In unserem letzten Blog-Beitrag sprachen wir über die Nachricht, dass Donald Trumps Präsidentschaftskampagne einigen Klagen gegenübersteht, die sich auf TCPA-Verstöße in Bezug auf Kurznachrichten beziehen.  Daher hielten wir es für eine gute Idee, diese Woche noch einmal über TCPA zu sprechen und darüber, was es genau ist und was es hinsichtlich A2P SMS-Inhalten verlangt.

TCPA ist die Abkürzung für das amerikanische Telefon-Verbraucherschutzgesetz Telephone Consumer Protection Act (1991) und wird vom FCC (Federal Communications Commission) überwacht.  Das TCPA ist eine Änderung des Communications Act von 1934 und konzentriert sich auf die Etablierung von Vorschriften hinsichtlich Telefonmarketing-Anrufen in einer Zeit, als viele Haushalte mit Werbeanrufen von Menschen und Maschinen („Robocalls“) bombardiert wurden, vor allem abends.  Seit 1991 hat es einige Aktualisierungen, Klarstellungen und Definitionen gegeben, wovon die wichtigste 2003 aufgenommen wurde und in der Definition von „Anruf“ nun auch SMS einschließt.  Die neuesten Aktualisierungen und Klarstellungen stammen aus einer Feststellungsverfügung im Juli 2015.

Hinsichtlich SMS-Nachrichten ist das TCPA sehr deutlich und sagt, dass eine Genehmigung notwendig ist und nicht angenommen werden darf. Die Genehmigung muss vom mobilen Verbraucher ausdrücklich erteilt werden. Die eine Ausnahme bildet die Klarstellung aus dem letzten Juli hinsichtlich einmaligen Informations-SMS auf Anfrage, die besagt, dass auf Anfrage des mobilen Verbrauchers eine einmalige Informations-SMS geschickt werden kann.  Hierbei ist wichtig, dass das Nachrichtenfeld nur den angeforderten Inhalt enthalten darf und keinen anderen, vor allem keinen Werbeinhalt.

Zu den weiteren Highlights aus der Feststellungsverfügung im Juli 2015 gehört eine weitere Klarstellung zu folgendem:

    1. Opt-out – das TCPA verlangt nur, dass der angerufene Teilnehmer (in diesem Fall der mobile Verbraucher, der SMS erhalten hat) deutlich seinen Wunsch ausdrückt, keine weiteren Anrufe mehr zu erhalten (Anrufe sind in diesem Zusammenhang Kurznachrichten).  Das bedeutet, dass der angerufene Teilnehmer neben dem Senden eines STOP-Schlüsselworts einen Opt-out-Antrag stellen kann, entweder verbal (direkt oder aufgenommen) oder schriftlich (sowohl elektronisch als auch per Brief).
    2. Einmaliger „sicherer Hafen“ – da mobile Verbraucher ihre Nummern ändern, gestattet das TCPA eine Ausnahme für einen Anruf (also Anruf oder SMS), um herauszufinden, ob die Nummer neu zugewiesen wurde.  Weitere Anrufe gelten als Verstoß gegen das TCPA.
    3. Ausnahmen gelten für kostenlose Nachrichten an den Endnutzer – zu den Inhalten, welche die Ausnahme erfüllen, gehören:

– gesundheitsbezogene Benachrichtigungen

– zeitkritische Finanzkommunikationen

– Paketzustellungsbenachrichtigungen

Da wir nun wissen, was TCPA ist und wie A2P SMS-Nachrichten regelt, ist hier eine Liste der bewährten Praktiken:

  1. Genehmigung einholen – holen Sie die Genehmigung Ihres Kunden ein oder seine vorherige ausdrückliche schriftliche Zustimmung; dazu gehört die Bestätigung der Zugehörigkeit der Handynummer, wenn die Anmeldung nicht über einen SMS-Austausch erfolgt, sondern zum Beispiel über ein Online-Formular. Bauen Sie einen doppelten Anmeldemechanismus für alle laufenden Nachrichtenkampagnen ein.
  2. Pflege der Opt-in-Datenbank – halten Sie Ihre Opt-in-Datenbank auf dem neuesten Stand: fügen Sie Neuanmeldungen hinzu, nachdem die Zustimmung eingegangen ist, und entfernen Sie Einträge, wenn ein Opt-out-Antrag gestellt wurde, auch um keine deaktivierten oder abgemeldeten Mobiltelefonnummern auf der Liste zu haben.
  3. Klar und deutlich – machen Sie Ihrem Kunden in Ihrem Aufruf klar, worum es geht. Wenn Sie ein Schlüsselwort oder einen kurzen Code schicken oder die Anmeldung über ein Online-Formular erfolgt, sagen Sie, wofür der Kunde sich anmeldet und fügen Sie Links zu den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung bei. Der Schlüssel lautet Transparenz – der Kunde muss wissen, was er zu erwarten hat, darunter auch, wie und wo er bei Bedarf Hilfe bekommt. Leichte und verständliche Opt-out-Mechanismen sind ebenfalls notwendig.

Respekt ist das A und O, vor allem aufgrund der persönlichen Natur von Mobilkommunikationen wie SMS.  Es ist nicht verwunderlich, dass SMS als sehr persönlich angesehen werden und eine hohe Öffnungsrate haben.  Wir sind immer verbunden – bei den meisten von uns liegt selbst nachts das Handy ganz in der Nähe.  Es ist wichtig zu verstehen, dass Vermarkter und Unternehmen Kommunikationskanäle mit unterschiedlichen Prioritätsstufen haben.  Von daher, ja, senden Sie SMS, aber seien Sie dabei vernünftig, rücksichtsvoll und konform.

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Originally posted on mblox.com

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