20th - Dez - 2016

Neun Statistiken, die das Problem des Betrugs in der mobilen Nachrichtenübermittlungsindustrie aufzeigen

Graphic of the profiles of two people connected by gear cogs

Der Nachrichtenübermittlung ist die bekannteste Form der Mensch-zu-Mensch Kommunikation. Neuerdings hat der Anstieg der Chat-Apps die Aufmerksamkeit der Verbraucher erfasst dennoch hält die SMS Funktion weiter an.

Aufrecht gehalten durch das Wachstum der Unternehmens- oder Applikations-zu Mensch (A2P) Nachrichtenübermittlung, prognostiziert das Analystenhaus mobileSQUARED, dass der A2P Markt bis 2020 einen Wert von 58 Milliarden verzeichnen wird (mit einem Anstieg von 12,88 Milliarden im Jahr 2015). Woanders hat ein jüngster Bericht von Telefónica aufgezeigt, dass das Jahresvolumen der versendeten SMS-Nachrichten 8,3 Billionen entspricht.

In Banken, Arztpraxen, Medienunternehmen und Wohltätigkeitsorganisationen sind allumfassende Applikations-zu-Mensch (A2P) SMS-Ökosysteme der wirksamste Kanal, um mit den entsprechenden Zielgruppen in Kontakt zu treten. Und dort wo ein Konsumentenkanal wirksam ist, ist es auch eine Tatsache, dass dieser für Betrüger auch attraktiv ist und die Nachrichtenübermittlung, wie eben Email, ist keine Ausnahme.

Mehr als ein Viertel der mobilen Nutzer erhalten jeden Tag Spam-Nachrichten. Das ist die Hauptstatistik des aktuellen mobilen Datentransferbetrugsbericht 2016 von MEF und CLX, der die Erfahrung des mobilen Betrugs von 6000 Konsumenten in 9 Ländern indexierte.

In Folge haben wir neun weitere Statistiken aus dem Bericht hervorgehoben, die das wachsende Problem des Betrugs in dem mobilen Nachrichten-Ökosystem analysieren.

Spam überwiegt bei SMS und Chat Apps

  • 28 Prozent der SMS Nutzer erhalten jeden Tag unaufgeforderte Textnachrichten und 58 Prozent erhalten wenigstens eine Nachricht pro Woche. Nur 16 Prozent der Konsumenten haben noch niemals eine solche Benachrichtigung erhalten.
  • 26 Prozent der Nutzer der Chat Apps, wie etwa WhatsApp und Facebook Messenger erhalten jeden Tag unaufgeforderte Textnachrichten, während 49 Prozent zumindest einmal wöchentlich eine solche erhalten. 28 Prozent haben noch niemals eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.
  • Spam ist in ausgereiften mobilen Volkswirtschaften am schlimmsten. Die zwei höchsten Raten weltweit findet man in Südafrika und Nigeria mit einem Anteil an Spam-Nachrichten gleich 73 bzw. 76 Prozent pro Tag.

SmiShing

Es kann sein, dass die Mehrheit der Spam-Nachrichten nicht viel mehr als ein Ärgernis darstellt, in denen der Nutzer über ungewollte Dienste informiert wird. SMiShing wie das Email-Äquivalent, Pishing sind jedoch bösartiger. Sie zielen darauf ab, den Konsumenten auszutricksen, um persönliche Daten preiszugeben, wie etwa Bankdaten oder Passwörter für Online-Dienstleistungen, indem sich diese als legale Dienste oder Marken ausgeben, die dem Benutzer vertraut sind (wie etwa deren Bank).

  • 33 Prozent der mobilen Nutzer hat eine SMiShing Nachricht erhalten.
  • Diese Nachrichten werden entworfen um überzeugend zu sein, daher ist es möglicherweise noch alarmierender dass 21 Prozent der Nutzer angegeben haben, dass sie nicht sicher sind, ob sie eine SMishing Nachricht erhalten haben oder nicht.
  • Wie bei Spam-Nachrichten ist das Problem in wachsenden Märkten am weitesten verbreitet. Der Prozentanteil der Konsumenten, die in Brasilien, China, Südafrika und Nigeria einen Pishing-Text erhält entspricht 39, 47, 48 bzw. 60 Prozent.
  • Chat App Nutzer, möglicherweise weil das Medium noch relativ neu für Betrüger ist, erhalten weniger SMishing Nachrichten mit einem Prozentanteil von 23 Prozent.

In Bezug auf Vertrauen, gewinnt SMS

  • Über ein Drittel (35 Prozent) der Konsumenten geben an, dass SMS-Nachrichten für sie der vertrauenswürdigste Kanal sind, während 28 Prozent den Nachrichten Apps am meisten vertrauen und 18 Prozent Facebook, Yahoo und Skype wählen.
  • Die einzigen Länder in denen SMS-Nachrichten über keinen Vertrauensvorschuss verfügen, sind Brasilien und China, dort wo Nachrichten Apps am meisten Vertrauen genießen (50 bzw. 38 Prozent).

Auch wenn die Gesamtanzahl von SPAM bei Benachrichtigungen immer noch weit unter 1% des Gesamtvolumens liegt, müssen Interessensvertreter in dem Nachrichten-Ökosystem effizientere Kontrollen hinsichtlich der Art und Weise der Aussendung und Verwaltung von Benachrichtigungen einrichten. Die Sperre von grauen Routen (die arglistig auf den entsprechenden P2P Verbindungen der Betreiber laufen) durch die Nutzung von SMS und SS7 Firewalls, der Schließung von Schlupflöchern in P2P OTT Benachrichtigungen bzw. Praktiken, wie etwa die Einführung von leicht verständlichen Prozessen für Konsumenten um schädliche Angreifer zu melden, sind sehr weitreichend, um das Vertrauen der Konsumenten in das Benachrichtigungsmedium zu verstärken und die Basis für eine nachhaltige Zukunft für das Benachrichtigungsmedium aufzubauen.

Autor: Rob Malcolm

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