12th - Jan - 2018

RCS – Die Zukunft des Enterprise Messaging – das Beste aus dem Webinar!

Graphic of a computer with media coming from it

Danke an alle, die zu unserem Webinar zu RCS – The Future of Enterprise Messaging gestern erschienen sind. An diejenigen von euch, die es nicht geschafft haben: Keine Sorge, in diesem Blog findet ihr alle wichtigen Punkte, die besprochen wurden, und erfahrt so das Neueste zu RCS und die Auswirkungen auf Unternehmen und Betreiber gleichermaßen.

Die Vorteile von A2P RCS

Rob Malcolm von CLX begann mit einem Überblick über die Anfänge von RCS. Wie sich herausstellt, gab es RCS bereits vor dem iPhone; im Jahr 2008, als der Service zum ersten Mal genutzt wurde, war er seiner Zeit also weit voraus.

Zu den Vorteilen von RCS sagte Rob: „Das Branding kann gewählt werden, die Absender-ID kann als Logo eingerichtet werden und dass kein Spoofing möglich ist, ist enorm wichtig.  Darüber freuen sich besonders Marken, da es das Vertrauen beim Kunden stärkt und Spam vermieden wird.“ Rob sagte weiter: „RCS ist für eine beidseitige Interaktion konzipiert; das bedeutet, dass Chat-Bots genutzt werden können. Durch die Automatisierung wichtiger Funktionen, wie dem Kundendienst, lässt sich der Umsatz steigern und die Kundenzufriedenheit erhöhen.“

Die Vorteile von RCS sind auf dem Markt bereits ausgiebig diskutiert worden, aber eine der Funktionen, die für Unternehmen, besonders für Vermarkter, einen großen Unterschied machen wird, ist, dass RCS Analytik ermöglicht. Das heißt, dass Belege und Lieferscheine gelesen werden können und der Erfolg von Kampagnen mit A/B-Tests bewertet werden kann.

Der Preis ist heiß

Pamela Clark-Dickson von Ovum sprach darüber, ob der Markt für RCS auch bereit ist. Dass 64 % der befragten Unternehmen im kürzlich erschienenen CLX & Ovum-Bericht „The Future of Enterprise Messaging“ angaben, sie sähen keinen Grund, RCS zu verwenden, zeigt, dass am Markt auf jeden Fall noch Aufklärungsbedarf besteht.

Pamela sagte: „In der Messaging-Branche gibt es noch einiges zu tun – nicht alle Unternehmen wissen um die geschäftlichen Vorteile von RCS; hier muss also noch einiges an Aufklärung erfolgen.“

Dadurch ergibt sich für Unternehmen die Chance, die ersten am Markt zu sein, eine Führungsposition einzunehmen und zu zeigen, die RCS sowohl Verbrauchern als auch Unternehmen zugute kommt. Allerdings müssen die Preisstruktur und das kommerzielle Modell stimmen. Pamela sagt: „Das kommerzielle Modell ist wichtig.  Messaging-Ökosysteme brauchen Umsatz, und die Anbieter müssen mit dem Preis entsprechend sensibel umgehen.

RCS als Einnahmequelle

Leif Östling von Symsoft sprach über die Belange der Industrie in Bezug auf RCS und ging dabei besonders auf Monetarisierung, Komplexität und die globale Reichweite ein.

Einer der wichtigsten Vorteile, die Leif ansprach, war, dass „Cloud-basierte RCS-Lösungen die Markteinführungszeit von Jahren auf Monate verkürzen“ und darüber hinaus „die Anfangsinvestition geringer ist“. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, Nischen-Know-how dort einzubringen, wo es normalerweise vielleicht fehlt.

Leif sprach zudem darüber, wie „Messaging-as-a-Platform (MaaP) nach der Einführung von RCS für jede Umsatzstrategie unerlässlich wäre“, und sagte, dass „P2P-Messaging zwar keine Umsatzquelle ist, A2P aber durchaus ein enormes Potenzial dafür bietet.“

Im Q&A während des Webinars wurden einige interessante Punkte angesprochen, so zum Beispiel:

Spoofing

Wie sieht der verfügbare Schutz für RCS aus? Rob Malcolm nahm sich dieser Frage an und sagte: „Jeder Betreiber wird seine Marke registrieren lassen und somit einen Nachweis erbringen müssen, dass erauch wirklich ist, wer er angibt zu sein. Zwar könnte dies die Flexibilität ein wenig einschränken, dafür lässt sich Spoofing damit aber im Keim ersticken. Ein wichtiger Punkte ist für mich bei diesem Aspekt von RCS, dass es dem Spam ein Ende setzen könnte, was für den Verbraucher sicherlich überaus erfreulich wäre. “

Um es kurz zu sagen: Jede Marke, die ihr Logo und/oder ihren Namen bei RCS-Nachrichten verwenden möchte, muss sich beim Betreiber anmelden und nachweisen, dass sie ist, wer sie zu sein angibt. Durch diesen Registrierungsprozess sind sowohl Unternehmen als auch Verbraucher vor Spoofing geschützt und können sich getrost darauf verlassen, dass die RCS-Nachricht auch tatsächlich von der angegebenen Quelle stammt.

GDPR 

Keine Unterhaltung über Messaging oder Kommunikation kommt ohne die Erwähnung von GDPR und Datenschutz aus – und RCS bildet hier keine Ausnahme.

Über GDPR in Bezug auf RCS und Datenschutz sagte Leif Östling Folgendes: „In den vereinbarten RCS-Spezifikationen sind Funktionen für den Datenschutz vorgesehen.  Wenn Sie einen Cloud-Dienst nutzen, muss dieser über grundlegende Funktionen zur Unterstützung von GDPR aufweisen, welche keine Daten speichern und die Daten des Verbrauchers schützen.“

Rob Malcolm sagte dazu: „In vielen Ländern in der EU gibt es bereits Datenschutzgesetze.  Eine der größten Herausforderungen ist die Frage, wo die Daten gespeichert werden sollen – dies muss nach Möglichkeit im eigenen Land geschehen.“

Wenn ihr RCS also einführen möchtet, könnt ihr sicher sein, dass das Thema Datenschutz in den RCS-Spezifikationen bereits berücksichtigt worden ist. Ihr müsst nur einen Cloud-Serviceanbieter nutzen, der in der Lage ist, die Datenspeichervorschriften zu erfüllen.

SMS-Reservesystem

Wenn ein Mobilgerät nicht in der Lage ist, RCS zu empfangen, dienen SMS als Reservesystem, damit die Nachricht den Empfänger auch wirklich erreicht. Hierzu wurde folgende Frage gestellt: Aber woher sollen die Unternehmen wissen, wie dieses Reservesystem funktioniert?

Hier meldete sich Ron und kommentierte: „Zunächst bestimmen wir mit der intelligenten API von CLX, ob ein Mobilgerät RCS-fähig und mit dem Internet verbunden ist.  Ist dies nicht der Fall, erhalten Sie eine SMS.“

Eine intelligente API ist maßgeblich bei der Bestimmung, ob das Gerät RCS-fähig und mit dem  Internet verbunden ist und die Nachricht somit in einem RCS-Format erhalten kann. Man muss also darauf achten, einen Anbieter zu wählen, der diese Art Dienst anbietet.

Voraussagen für die Zukunft

Pamela von Ovum hat Folgendes zum aktuellen Status des RCS-Marktes beigetragen und folgende Voraussagen für die Zukunft getroffen:

  • „Die Penetration von RCS nimmt stetig zu, was uns hoffen lässt.“
  • „Die GSMA geht bis 2024 von einem Jahresumsatz von 74 Mrd. USD durch Messaging-as-a-Platform (MaaP) aus, allen voran RCS.“

Allerdings bleibt zu bedenken, dass vor Netzwerken und Betreibern, die RCS einführen, bis dahin noch einiges an Arbeit liegt, was „für das globale Wachstum ausschlaggebend sein wird“. Sobald mehr Betreiber RCS einsetzen, „wird es zu einem Wendepunkt zwischen A2P-SMS und A2P-RCS kommen“, und man geht davon aus, dass RCS dann endlich den lange prophezeiten Erfolg findet.

Unser Dank geht an unsere Gäste und den Moderator, die dieses hochinteressante Thema so kompetent behandelt haben, und natürlich danken wir auch unserem Publikum.

Eine Aufzeichnung des RCS-Webinars findet ihr hier.

Den Bericht von CLX & Ovum: The Future of Enterprise Messaging, findet ihr hier.

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